Die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft ist die Organisation der in Breslau und Umgebung lebenden Deutschen Minderheit.

Niemieckie Towarzystwo Kulturalno-Społeczne we Wrocławiu jest organizacją skupiającą Niemców mieszkających we Wrocławiu i okolicy.
20 Jahre DSKG Breslau
Geschrieben von: Janusz Kamiński, Mittwoch, den 01. Juni 2011 um 08:20 Uhr

Sehr geehrte Gäste, Liebe Mitglieder,

20 Jahre sind wir nun jung, allerdings geht die DSKG auf eine Tradition zurück, die bereits 1957 ihren Anfang nahm.
Im Jahr 2007 feierten wir das 50jährige Bestehen der Deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaft in Niederschlesien, die am 4. Mai 1957 als Deutsche Gemeinschaftlich-Kulturelle Gesellschaft mit Sitz in Waldenburg beim Schweidnitzer Gericht registriert wurde.
Es war die einzige Organisation der deutschen Minderheit, die offiziell in der Volksrepublik Polen zugelassen war. Die Breslauer Deutschen bildeten zu dieser Zeit eine Ortsgruppe der Deutschen Gesellschaft von Waldenburg. Über ihre genaue Tätigkeit können Interessierte in der 2007 von uns herausgegebenen Publikation "Gestern, heute, morgen" nachlesen.

Ende der siebziger Jahre fanden allerdings von Seiten der damaligen Behörden verschiedenartige Schikanen statt, die das Funktionieren der Gesellschaft erschwerten, bis 1981 während des Kriegszustandes die Tätigkeit der Gesellschaft völlig untersagt wurde. Von nun an konnten die in Breslau gebliebenen Deutschen sich nur nach den Gottesdiensten vor der Kapelle der Hedwigschwestern beziehungsweise vor der Christophorikirche treffen und sich in ihrer Muttersprache leise unterhalten.

Nachdem das Verbot der Tätigkeit aufgehoben war, konnte auch die Breslauer Ortsgruppe wieder aktiv werden. Es war aber nicht leicht die Arbeit wieder aufzunehmen, da es stets Probleme gab geeignete Räumlichkeiten zu finden. Im März 1990 wurde der erste Vorstand der neugegründeten Breslauer Ortsgruppe gewählt und einen Monat später konnten wir in drei Räume in der Karlstraße einziehen. Mit großem Enthusiasmus, Engagement und Freude begannen wir unsere Tätigkeit zu erweitern.
Es wurde Deutschunterricht für Kinder und Erwachsene geführt, Begegnungen mit Schriftstellern und Musikern aus Deutschland organisiert. Es gab Hobbygruppen aber es fanden auch Tagungen zur Geschichte und Kultur Schlesiens statt. Ihren Anfang nahm damals auch die Bibliothek, die dank umfangreicher Bücherspenden aus Deutschland bis heute einen enormen Bestand wertvoller Exemplare aufweisen kann. Wir schauten mit großer Hoffnung und Zuversicht in die Zukunft, denn wir hatten den starken Beistand des Deutschen Generalkonsulats in Breslau, der Landsmannschaften und zahlreicher ehemaligen Breslauer, die ihre zweite Heimat in Deutschland fanden, die uns mit Tat und Rat unterstützten und weiterhin unterstützen.
Die stetig wachsende Mitgliederzahl, die politisch günstige Situation und die neue Verwaltungseinteilung trugen dazu bei, dass ein Gründungskomitee beauftragt wurde den Antrag auf die Registrierung der selbständigen Gesellschaft dem Wojewodschaftsgericht in Breslau  vorzulegen.