Die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft ist die Organisation der in Breslau und Umgebung lebenden Deutschen Minderheit.

Niemieckie Towarzystwo Kulturalno-Społeczne we Wrocławiu jest organizacją skupiającą Niemców mieszkających we Wrocławiu i okolicy.
Herkunft Breslau - Pochodzenie ze Lwowa
Geschrieben von: ifa-KM, Freitag, den 16. September 2016 um 12:12 Uhr

„Herkunft Breslau - Pochodzenie ze Lwowa”

Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas widmet sich unser Projekt „Herkunft Breslau – Pochodzenie ze Lwowa“der deutschen Vergangenheit Breslaus bzw. der polnischen Vergangenheit Lembergs.

Warum Breslau, warum Lemberg? Beide Städte zeugen von verlorenen Kulturstätten, da sie als „untergegangene“ Städte nicht mehr in ihrer damaligen Form existieren. Breslau ist heute das polnische Wrocław und Lemberg gehört zur Ukraine.
Durch unsere Gesprächsreihe, die wir in Zusammenarbeit mit dem Willy-Brandt-Zentrum in Breslau organisieren, soll besonders der Frage nach der eigenen Identität vor dem Hintergrund von „Flucht und Vertreibung“, jenseits von nationaler Geschichtspolitik, nachgegangen werden.

Die Flucht und Vertreibung der Menschen aus den ehemaligen deutschen bzw. polnischen Ostgebieten war über Jahrzehnte ein Tabuthema. Ein aktuelles Thema? Wenn man die Nachrichten tagtäglich verfolgt scheint es nicht nur so, sondern es ist bereits wieder klare Realität geworden, dass Flucht und Vertreibung nicht der Vergangenheit angehören.
Deshalb wollen wir bei unseren Veranstaltungen vor allem persönliche Erinnerungen an Flucht und Vertreibung und wie sie innerhalb der Familien weitergegeben wurden an Hand von Gesprächen mit Menschen, die in den letzten Jahren des deutschen Breslaus bzw. des polnischen Lembergs dort geboren wurden, in den Mittelpunkt stellen.

Das heutige Wrocław ist verbunden mit der Geschichte des deutschen Breslaus und des polnischen Lembergs. Beide Städte haben zur Identitätsbildung der heutigen Stadt beigetragen und daher erscheint es uns sehr wichtig diese Geschichte(n) in der aktuellen europäischen Kulturhauptstadt sichtbar zu machen.

Für den ersten Termin, am 4.10.2016 um 19:00 in der Barbara, ul. Świdnicka 8c, begrüßen wir den ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, im Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor des Willy-Brandt-Zentrums Prof. Dr. hab. Ireneusz Paweł Karolewski.

Die zweite Veranstaltung über die ehemalige polnische Stadt Lemberg wird voraussichtlich Anfang 2017 stattfinden. Als Gast hoffen wir auf den Lyriker und Essayisten Adam Zagajewski.

Die Veranstaltung wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung Warschau.